Jugendhaus Veitsbuch

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Geschichte

Start der Jugendarbeit in Landshut

Christoph Krenzel wird von den beiden Diözesen München und Regensburg in Landshut als kirchlicher Jugendpfleger eingesetzt. Der konsequente Aufbau einer BDKJ-Stadtführung, immer ergänzt durch freiwillige Jugendliche und Junggebliebene, erlaubte es schon bald, weitreichende Projekte der Jungendarbeit in der Stadt Landshut anzugehen.

Gründung des Katholischen Jugendwerks Landshut e.V.

Der eigentliche Anlass zur Gründung des Vereins am 6. Dezember 1974 durch den BDKJ Landshut-Stadt besteht in der Notwendigkeit, eine juristische Person als Träger für diverse Jugendprojekte im Raum Landshut, u.a. auch für ein geplantes Jugendhaus zu haben. Zu diesem Zeitpunkt hat der Verein deshalb v.a. die Aufgabe, Finanzaktionen für die Jugendarbeit in Landshut zu organisieren, auch, um von den Diözesen München und Regensburg sowie der Stadt und dem Landkreis Landshut finanziell etwas unabhängiger zu sein.

Die Gründungsmitglieder sind: Martha Attenkofer, Studienrat Willibald Baumgartner, Peter Hermann, Manfred Hofmann, Josef und Rita Kammermeier, Christoph und Gisela Krenzel, Franz Nußbaum, Peter Weger und Maxi Wild.

Die ersten Anschaffungen des Vereins sind ein VW-Bus sowie eine mobile Stereoanlage für die Landshuter Jugendgruppen.

Der Verein beginnt seine Arbeit

Für Freizeit- und Schulungszwecke der Jugendgruppenleiter ist das KJW zunächst auf der Suche nach einem geeigneten Zeltlagerplatz. Der damalige Gündlkofener Pfarrer Leonard Holzer bietet dazu ein Grundstück am Dorfrand an; allerdings zeigt sich von Anfang an gehöriger Widerstand in der Bevölkerung.

Ende 1975, als die Entscheidung über die Anmietung des Grundstücks in Gündlkofen vor der Tür steht, erfährt der damalige Pfarrer von St. Peter und Paul und KJW-Mitglied Franz Furtner anlässlich einer Tauffeier der Familie Angstl in Postau, dass in Veitsbuch auf einem Grundstück von ca. 3400 m² ein altes Dorfwirtshaus leer steht. Nachdem man es nach einem Ortstermin für geeignet befindet und sich gezeigt hat, dass dieses Haus in ein Jugendhaus umgebaut werden kann und darüber hinaus die Vorhaben des KJW mit diesem viel besser zu realisieren waren, entscheidet sich der Verein dafür. Das Haus wird schließlich für 100,- DM im Monat von der Eigentümerin, Frau Franziska Angstl, gepachtet.

Umbau der Dorfwirtschaft

Unter der Federführung des Architekten und KJW-Mitglieds Paul Cormeau wird das alte Dorfwirtshaus ab Mai 1978 in drei Bauphasen in ein völlig neues Selbstversorgerhaus für Jugendgruppen umgebaut. Die Bauleitung übernimmt Hermann Sagmeister.

Der erste Bauabschnitt betrifft das Haus selbst. Bereits am 20.10.1978 wird Richtfest gefeiert.

 

Das Jugendhaus öffnet seine Türen

Im Frühjahr 1979 kann mit Beendigung der wichtigsten Bauarbeiten der Betrieb des Jugendhauses aufgenommen werden. Die offizielle Einweihung erfolgt am 21.09.1979 mit einem Dankgottesdienst, einem Tag der offenen Tür und einem Festabend.

Auf welche Resonanz das Projekt zum damaligen Zeitpunkt bereits gestoßen war, zeigt sich an der Gästeliste, die alles enthält, was in Kirche und lokaler Politik Rang und Namen hat: die damaligen, mittlerweile verstorbenen Landräte Hans Geislbrechtinger und Ludwig Meyer, der 3. Bürgermeister von Landshut und zugleich Freund der Jugend, Karl Holzer, Jugendamtsleiter Josef Rieder, Stadtdirektor Max Wiesbeck, zahlreiche Stadträte, Vertreter der Gemeinde Weng, der Regionalbischof von München-Freising, Heinrich Graf von Soden, die Finanzdirektoren der Diözesen München und Regensburg, Straßer und Spießl, der Stadtjugendring Landshut sowie alle am Bau beteiligten Firmen.

Die finanziellen Mittel zum Umbau des Gasthauses in ein Jugendhaus – v.a. wegen der z.T. doch recht alten Bausubstanz werden bis zur Beendigung des ersten Bauabschnittes 1979 immerhin ca. 750.000,- DM ausgegeben – kommen in Form von Zuschüssen von der Erzdiözese München und Freising, dem Bayerischen Jugendring, der Stadt und dem Landkreis Landshut sowie dem BDKJ-Kreis Landshut. Weitere Finanzaktionen des BDKJ-Stadt Landshut und des KJW sichern die Rest-Finanzierung. Das KJW selbst steuert neben ca. 175.000,- DM v.a. über 1500 Stunden freiwilliger Eigenleistung bei.

Einweihung des Jugendhauses Veitsbuch

Florianifest

Ein Wunsch von Franz Furtner war stets der gute Kontakt zur Bevölkerung. So kommt es nicht von ungefähr, dass die Mitglieder des KJW zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr und der Bevölkerung von Veitsbuch das Florianifest feiern; bei dieser Gelegenheit stellen alle Beteiligten einen – gestifteten – Maibaum auf. Diese Tradition pflegt das KJW nun seit 1980, und so ziert seit dieser Zeit stets ein Maibaum den Platz vor dem Jugendhaus.

Ein schwerer Schlag für die Jugendarbeit in Landshut

Am 24. März 1983 verstirbt der große „Macher“, Dekan in St. Peter und Paul und damals 2. Vorsitzender des KJW, Franz Furtner. Eine Gedenktafel im Eingangsbereich des Jugendhauses in Veitsbuch erinnert seitdem an seine Verdienste.

Stets hat er „Mut für die Zukunft“ gefordert und auch als Beweggrund zum Erwerb des alten Wirtshauses angegeben.

Eine schöne Idee von Franz Furtner war die Organisation eines Spenden- oder Stiftungsfensters – ein Wappenfenster der Spender in Glasmalerei -, für das die Diözesen München und Regensburg sowie der Landkreis und die Stadt Landshut, also die Zuschussgeber, die Kosten übernahmen. Seither schmückt dieses Spendenfenster den Eingang zum Jugendhaus.

Der frühe Tod Franz Furtners hält die übrigen Vereinsmitglieder nicht davon ab, im August 1983 den zweiten Bauabschnitt anzugehen, den der Verstorbene noch mit geplant hatte.

Fertigstellung des Jugendhauses Veitsbuch

Mit einer Bausumme von insg. 316.000,- DM werden nach zehnmonatiger Bauzeit im Juni 1984 die Außenanlagen fertig gestellt. Mittlerweile – am 30.05.1984 – ist Heinz-Joachim Quasbarth neuer Pfarrer von St. Peter und Paul und damit Hausherr des Jugendhauses in Veitsbuch geworden.

Sämtliche Pflasterarbeiten werden entsprechend kostengünstig durch den Gärtner und KJW-Mitglied Hartmut Berner durchgeführt; die komplette Bepflanzung der Außenanlagen nehmen v.a. die Pfadfinder von St. Pius in Landshut zusammen mit den Vereinsmitgliedern unter fachkundiger Leitung von Peter Fischer vor. Dabei wird der Obstgarten terrassenförmig derart angelegt, so dass ein Bolz- und Zeltplatz entsteht.

Der letzte große Schritt zum heutigen Haus

Am 18. Juni 1998 wird offiziell die dritte Umbaumaßnahme abgeschlossen: Das Haus verfügt seither über eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung.

Da sich die Doppelbelegungen aus Zeltplatz- und Jugendhausnutzung über die Jahre hinweg als wenig praktikabel herausgestellt hatte, wird der Zeltplatz abgeschafft und in eine Volleyballanlage umgewandelt. Die von außen zugänglichen, ursprünglich für den Zeltplatz vorgesehenen Sanitäranlagen werden zu Duschen und WCs für Gruppenleiter umgebaut.

Wechsel im Vorstand und Verlängerung des Nutzungsrechts

Nach 30 Jahren gibt Peter Weger den Vorsitz auf eigenen Wunsch ab. Zu seinem Nachfolger als 1. Vorsitzender wird der bisherige Stellvertreter Christoph Krenzel gewählt. Das Amt des 2. Vorsitzenden übernimmt Markus Leckebusch.

Gleichzeitig wird der Vertrag über die Nutzung des Jugendhauses zwischen der Kirchenstiftung St. Peter und Paul und dem Katholischen Jugendwerk Landshut e.V. verlängert.

Generationswechsel im Jugendhaus

Robert Buchner jun. übernimmt die Arbeit im Jugendhaus von seinem Vater und wird als Hausverwalter angestellt.

Robert Buchner, Hausverwaltung des Jugendhauses Veitsbuch

Energetische Gesamtsanierung

Die alte Bausubstanz des Jugendhauses besitzt kein betoniertes Fundament mit Drainagen, sodass eindringendes Grundwasser den Keller nach starken Regenfällen regelmäßig überflutet und Schäden verursacht. Deshalb werden die Außenmauern bis zum Fundament freigelegt und mit Drainagerohren zur Trockenlegung versehen. Das gesammelte Grundwasser wird nun getrennt von Dach- und Oberflächenwasser abgeleitet, wofür eine neue Entsorgungsleitung bis zu einem tiefer liegenden Bach notwendig ist.

Da das Haus für diese umfangreichen Arbeiten mehrere Wochen geschlossen bleibt, werden gleichzeitig energetische Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen eine neue Heizungsanlage, Malerarbeiten, die Erneuerung der Decke im Konferenzraum sowie der Austausch aller Fenster und Außentüren. Parallel erfolgt der Anschluss des Jugendhauses an die neue Abwasseranlage der Gemeinde, was zusätzliche Leitungs-, Pflaster- und Teerarbeiten erforderlich macht.

An den Gesamtkosten von 75.000 € beteiligen sich die Diözese München und Freising, die Diözese Regensburg, die Stadt und der Landkreis Landshut jeweils anteilig.

Jubiläumsfeier: 25 Jahre Jugendhaus und 30 Jahre e.V.

Das Jugendhaus feiert sein 25-jähriges Bestehen, während der Trägerverein auf 30 Jahre zurückblickt. Aus diesem Anlass findet am 10. und 11. Juli 2004 eine Jubiläumsfeier statt. Höhepunkt ist ein Festgottesdienst vor dem Jugendhaus, ergänzt durch einen Tag der offenen Tür.

Wechsel im Vereinsvorsitz

Christoph Krenzel gibt den Vorsitz auf eigenen Wunsch ab. Zum neuen 1. Vorsitzenden wird Markus Leckebusch gewählt, das Amt des 2. Vorsitzenden übernimmt Markus Hermann.

Vorstand KJW 2006

Modernisierung und Renovierung im Jugendhaus

Das Jugendhaus wird mit Rauchmeldern ausgestattet. Gleichzeitig laufen umfangreiche Renovierungs- und Malerarbeiten in der Küche, den Toiletten, in einem Teil der Schlafräume sowie im Garten, um das Haus sicherer und ansprechender zu gestalten.

Verlängerung des Pachtvertrages

Der Pachtvertrag mit der Kirchenstiftung St. Peter und Paul wird um weitere 15 Jahre verlängert, sodass das Jugendhaus langfristig gesichert ist.

Zweite energetische Sanierung im Jugendhaus

Im Jugendhaus läuft die zweite energetische Sanierung. Dabei werden die Heizungsanlage und die restlichen Fenster erneuert. Für die Maßnahmen erhält das Haus Zuschüsse von der Stadt und dem Landkreis Landshut sowie von den Diözesen München und Regensburg.

Einschränkungen im Jugendhaus durch Corona und Feuerbeschau

Ab April 2020 bleibt das Jugendhaus aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Zudem führt eine Feuerbeschau dazu, dass die Anzahl der Betten von 39 auf 30 reduziert wird.

Brandschutzertüchtigung im Jugendhaus

Im Jugendhaus erfolgt eine umfassende Brandschutzertüchtigung, einschließlich der Installation neuer Brandschutztüren im Erdgeschoss. Die Maßnahme wird durch einen Zuschuss der Kirchenverwaltung St. Peter & Paul in Landshut unterstützt.

50 Jahre Verein und Modernisierungen im Jugendhaus

Das 50-jährige Bestehen des Vereins wird von den Mitgliedern gemeinsam gefeiert.

Im Jugendhaus werden neue, brandschutzgerechte Vorhänge im gesamten Haus angebracht. Zudem wird zum Jahreswechsel 2024/2025 ein leistungsstarkes WLAN in Betrieb genommen.

Speisesaal des Jugendhauses Veitsbuch für etwa 40 Personen Offene Sitzgelegenheit im 1. Stock des Jugendhauses Veitsbuch

Renovierung der Schlafräume im Jugendhaus

Im Jugendhaus werden alle Betten abgeschliffen, und in fast allen Schlafräumen werden neue Vinyl-Böden verlegt. Außerdem werden drei neue Sitzsäcke angeschafft, um den Komfort für die Gäste zu erhöhen.

Sechsbettzimmer im Jugendhaus Veitsbuch Neue Sitzsäcke für das Jugendhaus Veitsbuch